Am Freitag 1. Juni lassen zwei spannende Bands die Bühnenbretter des Messajero vibrieren:
Mit den Legendary Lost Mojados kommt quasi die „Hausband” des autonomen Berliner Kunsthaus Tacheles nach Mönchengladbach.
Die seit 2002 existierende Gruppe spielt, von Calexico und 16 Horsepower beinflussten atmosphärischen Wüstenrock im Breitwandformat, der genauso gut in Tucson/Arizona entstanden sein könnte, statt in Berlin-Kreuzberg. Was sich auf der aktuellen CD „Nothing” schon toll anhört, geht live richtig in die Beine, wenn die Rhythmusgruppe um Drummerin Beate Schröder abhebt.
Neben ihren musikalischen Aktivitäten sind die Mojados vor allem als bildende Künstler unterwegs. Perkussionist Bruno di Martini, Franzose mit sizilianischen Wurzeln, ist ein gefragter Bildhauer und hat seine Skulpturen schon im Carroussel du Louvre in Paris und in den Sony Headquarters in Berlin ausgestellt. Sänger Samuel Felix Sieber zeigt seine „Piktogramme des Untergangs” momentan in einer Ausstellung in Potsdam.
Zuvor ist die befreundete Band Polly – man lernte sich letzten Herbst bei einem gemeinsamen Gig am Bodensee kennen – zu hören.

Das Trio, dessen Mitglieder aus Mönchengladbach, Köln und Düsseldorf stammen, spielt einen griffigen, reduzierten Stil, der an die frühe P.J. Harvey aber auch zuweilen an Tom Waits oder Nick Cave erinnert - und kann dabei mit erstklassigem Songmaterial punkten.
Im Messajero stellen Polly erstmals ihre neue CD „deadbeat” vor. |